Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen, ist ein deutscher Regisseur und Aktionskünstler. Er studierte Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in München und arbeitete ui Beginn der80er Jahre arbeitet Schlingensief als Assistent des Experimentalfilmers Prof. Werner Nekes und dreht erste eigene Kurzfilme. Von 1983–86 hatte er Lehraufträge an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und der Kunstakademie Düsseldorf, anschließend arbeitete er für das Fernsehen, u.a. amit seinem Fernsehspiel Schafe in Wales für das ZDF.
Mit der zwischen 1989 und 1992 entstehenden Deutschlandtrilogie, die sich aus den Filmen 100 Jahre Adolf Hitler - Die letzten Stunden im Führerbunker, Das Deutsche Kettensägenmassaker und Terror 2000 - Intensivstation Deutschland zusammensetzt, wurde er einer größeren Öffentlichkeit bekannt.
1993 begann er seine Karriere als Theaterregisseur an der Volksbühne Am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin unter Leitung von Frank Castorf. Neben verschiedenen Arbeiten als Hausregisseur verwirklicht er ab 1997 aktionistische Projekte außerhalb des Theaters.
Bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen 2004 inszeniert Schlingensief mit Parsifal seine erste Oper.
2009 war er Jurymitglied der Berlinale und wurde Professor für Kunst in Aktion an der HBK in Braunschweig.
de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Schlingensief
www.schlingensief.com
Hammerthaler, Ralph / Schweeger, Elisabeth
Hegemann, Carl / Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz