Geboren 1932 in Morbach (Hunsrück), studierte Edgar Reitz nach dem Abitur in München Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Seit Mitte der Fünfziger Jahre Filmarbeit, Autor und Regisseur von Kultur-, Dokumentar- und Industriefilmen, daneben intensive Beschäftigung mit der Avantgarde. Mitglied der "Oberhausener Gruppe", die 1962 bei den Kurzfilmtagen "Papas Kino" für tot erklärte. 1965
Kamera bei Alexander Klugs Film "Abschied von gestern", 1966 erster Spielfilm "Mahlzeiten": Beide Filme begründen den Neuen Deutschen Film. Mit den drei Zyklen der HEIMAT hat Edgar Reitz in 25 Jahren ein weltweit einmaliges filmisches Gesamtwerk von über 52 Stunden Länge geschaffen, für das er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Unter anderem erhielt er für HEIMAT den Fipresci-Preis bei den Filmfestspielen in Venedig, den Berliner und den Londoner Kritiker-Preis, den Bundesfilmpreis, die Goldene Kamera sowie den Adolf-Grimme-Preis in Gold. Die British Film Academy wählte HEIMAT zum besten ausländischen Film. Für DIE ZWEITE HEIMAT wurde Reitz 1992 u.a. mit dem Adolf-Grimme-Preis, mit dem Spezialpreis der Biennale Venedig, dem Europäischen Fernsehpreis, dem "Premio Europa Cinema" in Cannes und dem Golden Gate Award in San Francisco ausgezeichnet. Für HEIMAT 3 erhielt Reitz bisher u.a. die Carl-Zuckmayer-Medaille und den "Fellini Platinum Award".
Reitz, Edgar