Eric Rohmer, geboren 1920 in Nancy, unter dem Namen Maurice Schérer. Studium der Literaturwissenschaften, anschließend Anstellung als Gymnasiallehrer und Literaturprofessor. 1948 entstehen die ersten Filmkritiken für "La Revue du Cinéma" und "Le Temps Modernes". 1950 Gründung der legendären Filmzeitschrift "Cahiers du Cinéma" gemeinsam mit Jean-Luc Godard und Jacques Rivette. Das "Cahiers du Cinéma" wird Ausgangspunkt einer revolutionären Erneuerung des Films, der "Nouvelle Vague".
Auch Rohmer drängt es von der Kritik an die Regie. Ab 1950 entstehen die ersten Kurzfilme.
1959 Chefredakteur des "Cahiers du Cinéma" nach dem Tod von André Bazin. 1959 Der erste lange Spielfilm "Le signe du lion" wird ein kommerzieller Mißerfolg. 1962 entsteht die erste seiner "Sechs moralischen Geschichten" als Kurzfilm mit sehr bescheidenem Budget. Bis 1972 werden die restlichen fünf Filme dieses Zyklus realisert, nach und nach auch in Spielfilmlänge und Farbe.
1975 verfilmt Rohmer in deutsch-französischer Coproduktion die Kleist-Novelle "Die Marquise von O". 1978 entsteht mit "Perceval Le Gallois" eine weitere Literaturverfilmung. 1981 eröffnet Rohmer mit "La femme de l'aviateur" wieder einen Zyklus eigener Sroffe. 1987 entsteht mit "L'ami de mon amie" der Abschluß des Zyklus "Comédies et Proverbs". 1990 beginnt Rohmer seinen bislang letzten großen Zyklus "Contes des quatre saisons" mit "Conte de printemps".
Der Zyklus wird unterbrochen von einigen Kleinprojekten wie dem Episodenfilm "Les Rendez-Vous de Paris". 1998 schließt Rohmer den Jahreszeiten-Zyklus mit "Conte d'automne" ab.
Rohmer, Eric