Frank Castorf, geboren 1951 in Ost-Berlin, studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität seiner Heimatstadt und begann seine Laufbahn 1976 als Dramaturg in Senftenberg. Nach ersten eigenen Inszenierungen wechselte er fünf Jahre später an das Theater Anklam, wo er als Oberspielleiter tätig war. Gemeinsam mit dem Bühnenbildner Hartmut Meyer und einer festen Gruppe von Schauspielern entstanden hier verschiedene Produktionen von Werken Shakespeares, Ibsens, Brechts und Heiner Müllers.
Ab 1986 inszenierte er an verschiedenen Theatern der DDR, seit 1989 dann auch in der Bundesrepublik Deutschland. So brachte er mit Goethes "Clavigo" und "Stella", Ibsens "Ein Volksfeind", Shakespeares "Hamlet" und Lessings "Miss Sara Sampson" etliche Klassiker auf die Bühne, widmete sich z.B. aber auch Werken von Heiner Müller ("Der Bau", "Wolokolamsker Chaussee I–III" ). Von 1990 bis 1992 war Frank Castorf als Hausregisseur am Deutschen Theater Berlin engagiert, wo er u.a. die Uraufführung von Lothar Trolles "Hermes in der Stadt" inszenierte.
Mit Beginn der Spielzeit 1992/93 übernimmt er die Intendanz der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, wo er seither über 20 Produktionen erarbeitet hat.
www.volksbuehne-berlin.de
Auszeichnungen: Er erhielt u.a. 1994 den Kortner-Preis sowie im Jahr 2000 den Nestroy für seine Inszenierung "Endstation Amerika" nach Tennesse Williams’ "Endstation Sehnsucht". Die Zeitschrift "Theater heute" zeichnete die Volksbühne 1993 als »Theater des Jahres« aus und wählte Castorf in den Jahren 2002 und 2003 zum »Regisseur des Jahres«.
Hegemann, Carl / Volksbühne Berlin (Hrsg.)
Hegemann, Carl / Volksbühne
Hegemann, Carl / Volksbühne Berlin
Hegemann, Carl / Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Hrsg.)
Hegemann, Carl / Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Castorf, Frank / Hegemann, Carl (Hg.)
Hegemann, Carl / Volksbühne Berlin