Gerard Manley Hopkins (1844-1889) war einer der innovativsten britischen Dichter. Er wurde in London geboren und studierte am Balliol College in Oxford, wo er zum katholischen Glauben konvertierte. Nachdem er sein Studium mit glänzenden Noten abgeschlossen hatte, trat er 1868 in den Jesuitenorden ein. Kurz zuvor verbrannte er seine Gedichte. Zeit seines Lebens litt er unter der scheinbaren Unvereinbarkeit seines Glaubens und seines künstlerischen Schaffens. Andererseits war für ihn das Schreiben von Poesie ein spiritueller Akt. Selber veröffentlichte er kein einziges seiner Gedichte, ihre Überlieferungen verdanken wir seinem Freund Robert Bridges. Hopkins‘ Bedeutung rührt nicht nur von seiner außergewöhnlichen Sprache und den überraschenden Bildern seiner Gedichte her, sondern auch von seiner radikalen, zahlreiche Dichter bis heute anregenden Erneuerung der Prosodie. Hopkins wurde als Priester nach Dublin versetzt und starb dort im Alter von 44 Jahren vermutlich an Typhus.
Hopkins, Gerard Manley
Hopkins, Gerard Manley