Das Gedicht war stets die deutlich dominierende Form der schriftstellerischen Arbeit von Heiner Müller. Er selbst entschied 1992 über Zusammenstellung und Redaktion dieser ersten Buchausgabe seiner Gedichte.
Pressestimmen
»Müller ist in vielen dieser Verse ein Dichter von verführerischer Sprachgewalt, von böser Hellsicht.«
Roland Wiegenstein, Frankfurter Rundschau
»Heiner Müllers Gedichte sind nicht versifizierte Historie der DDR, sondern vielmehr Kommentare zu Werk und Person: sie beleuchten den Weg vom Epiker und Didaktiker im Gefolge Brechts zum Anarchisten und Dekompositeur.«
Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Neben seiner umfänglichen Dramenproduktion hat Müller immer auch Gedichte geschrieben. Diese schön gestaltete Ausgabe versammelt sie kapitelweise in Zehnjahresschritten zwischen Gründung der DDR und 1989, als der leidenschaftliche Kommunist und historische Pessimist "Auf den Bildschirmen...meine Landsleute/Mit Händen und Füßen abstimmen (sah) gegen die Wahrheit/Die vor 40 Jahren in meinem Besitz war". Die Texte belegen die Unbequemheit und parteiische Dissidenz von Anfang an, seine immer stark von Anregungen lebende Produktion auch in der Lyrik und die Bedeutung antiker und klassischer Mythen bei der Spiegelung gesellschaftlicher Realität, aber mehr und mehr auch bei der Reflexion von Geschichte und Utopie. - Ergänzend zum dramatischen Werk.«
Manfred Bosch, ekz-Informationsdienst
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