Chaplin und die Nationalsozialisten – jeder denkt dabei sofort an den Film der große Diktator von 1940, die wohl gelungenste Karikatur Hitlers und Mussolinis. Kaum ein Film hat lange vor der Uraufführung, ja sogar lange vor Drehbeginn für derart weltweites Aufsehen und für diplomatische Interventionen gesorgt wie The Great Dictator. Chaplin war einer der meistgehassten Künstler im Dritten Reich. Deutsche Diplomaten waren auf vielen Kanälen und nicht nur in den USA aktiv, um Stimmung gegen den Film zu machen.
Als der Film am 15. 10. 1940 seine Premiere erlebte, hatte Chaplin zwei Jahre Arbeit und zwei Millionen Dollar in den Film gesteckt. Es sollte sein erfolgreichster Film werden.
Dieser Film hat eine lange Vorgeschichte, die bisher kaum aufgearbeitet ist. Der Autor verfolgt nicht nur die langjährige Entstehungsgeschichte des Films, sondern zeigt auch akribisch die nationalsozialistischen Methoden von Hetze, Verleumdung und Propaganda gegen einen missliebigen Künstler.
Aus dem Inhalt: Chaplin gerät ins Visier der Nationalsozialisten – Chaplin ein Jude? * Wozu Fakten, wenn sie nicht ins Weltbild passen? * Störaktionen der Nazionalsozialisten gegen Lichter der Großstadt * Chaplin und das Jahr 1933 * Die nationalsozialistische Umwälzung der Kultur *Goldrausch „Ein schnodderiger Clown des international verwaschenenen Films stiehlt geisteiges Eigentum“! * Im Vorfeld von The great Diktator
Für das Vorwort konnten wir den britische Filmhistoriker, Autor und Regisseur Kevin Brownlow gewinnen, der in 2010 mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet worden ist.
Pressestimmen:
• «ein Werk der Fülle und Hingabe, das allein schon wegen seines gewaltigen Zitate- und Literaturapparats beeindruckt. Geadelt wird es durch ein Vorwort von Kevin Bronlow, dem großen britischen Stummfilm-Experten. (…) Eine bewegende Studie, weil sie nicht nur Wesen und Nachruhm eines Genies nachzeichnet, sondern überdies auch die Verleumdung, Beschneidung und Ausschaltung jedweder künstlerischer Freiheit aufzeigt. So kommt dem Buch ein doppelter Wert zu: Es ist das ab sofort gültige Standardwerk zur Rezeption Chaplins in Deutschland und ein Manifest für die Freiheit der (Film-)Kunst.» (film-dienst 2/2012)
• «Pflichtlektüre für alle auch nur ansatzweise an der Thematik Interressierten!» (Schnitt 4/2011)
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