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Martin Kessel

* 14.04.1901
14.04.1990



Foto: Renate von Mangoldt

Foto: Renate von Mangoldt

Kessel war Wahlberliner aus Plauen im Vogtland, wo er am 14.4.1901 geboren wurde, nach dem Ersten Weltkrieg kam er zum Studium nach Berlin, promovierte in Frankfurt am Main und war dort auch Mitarbeiter der „Frankfurter Zeitung“. Ein erster Band mit Gedichten Menschwerdung erschien 1921. Sein bedeutendster Roman ist Herrn Brechers Fiasko, eine Darstellung des Berliner Alltags und des Lebens der Angestellten in den Jahren vor 1933, die ernüchternde Auslotung des „Tümpels“, in den ein Angestellter gerät, der sich seinen Individualismus nicht austreiben lassen will. 1938 erschien der Künstlerroman Die Schwester des Don Quichote, nach 1945 brachte der Rowohlt Verlag die drei Bände Essays und Miniaturen, Aphorismen und Gesammelte Gedichte heraus, 1965 erschien der Roman Lydia Faude.
Martin Kessel war kein „verkannter Autor“. 1927 erhielt er eine Kleist-Preis-Ehrung, 1954 den Büchner-Preis und 1961 den Berliner Fontane-Preis. Seine Bekanntheit blieb begrenzt, denn er lag immer quer zum Zeitgeist und scheute die Selbstdarstellung.

Kessel, Martin
Am Laubenheimer Platz

Friedenauer Presse

Martin Kessel ist oft umgezogen; eine seiner Wohnungen lag in der Berliner Künstlerkolonie nahe dem Laubenheimer Platz, der heute LudwigBarnayPlatz heißt. Nach diesem Platz sollte ein Erzählband heißen, der aber unveröffentlicht blieb. Die Titelgeschichte wird hier zum ersten Mal dem...

9.50 €


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