Gameshows und nächtliche Dauerwerbesendungen, Trailer, TV-Partnervermittlung, Volksmusik, der Grand Prix d'Eurovision, Talkshows, Tennis, Sinfoniekonzerte oder Willemsen – jeder Fernsehzuschauer wird Sendungstypen kennen, die ihm spezifisch verhaßt sind, die er für überflüssig, trivial oder gesundheitsschädlich hält.
Ziel dieses Buches ist es, solche negativen Affekte als Einstieg zu benutzen, sie umzudrehen und in Neugierde zu verwandeln. Wie nämlich kann man solche Sendungen ästhetisch beschreiben? Wie läßt sich vermeiden, daß der eigene Text die Sendung immer aufs neue verdammt? Gibt es Lesarten, die dem Material völlig neue Schichten abgewinnen?
‚Trash', Müll, ist Verwerfung, Abspaltung, und gleichzeitig Inbegriff von ungeregelter Vermischung und Komplexität, von Wiederkehr des Verdrängten und unabsehbaren Konsequenzen. Auf den Bildschirmen ist der Trash glücklicherweise weniger problematisch. Dies eröffnet die Möglichkeit, sich ihm heiter und neugierig zu nähern, in der Erwartung, dass vom unterhaltsamen Charakter des Gegenstandes zumindest etwas auch in die Wissenschaft übergeht.
Termine:
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