Die in Margate aufgewachsene Emin gehört zu den Young British Artists (YBAs). Die Tochter einer englischen Mutter und eines zypriotischen Vaters besuchte eine Mode- und mehrere Kunstschulen. Sie studierte am Goldsmiths College in London. Sie ist bekannt für ihre autobiografische Kunst und provoziert oftmals das Interesse der Medien. Eines ihrer Werke, My Bed (Mein Bett), wurde 1999 in die renommierte Turner Prize-Ausstellung aufgenommen. Es bestand aus ihrem ungemachten Bett, benutzten Kondomen und blutverschmierter Unterwäsche.
Tracey Emin hält eine Professur für „Confessional Art“ an der European Graduate School in Saas-Fee (Schweiz) inne. Gemeinsam mit Jochen Poetter leitet sie dort einen jährlichen Sommer-Workshop.
Im März 2007 wählte die Royal Academy of Arts (London) Emin zum Mitglied.
David Bowie verglich Emin mit „William Blake als Frau, geschrieben von Mike Leigh“. Kritiker beschreiben ihre Kunst als Sammlung von Leidenschaft, Verlangen und Leben, gepaart mit roher Offenheit.
Das Kunstmuseum Bern widmete im März 2009 Emin eine Retrospektive über ihr Werk der letzten zwei Jahrzehnte. Die Ausstellung zeigt fahnengroße, mit Parolen verzierte Teppich-Stickereien, Malerei, Videos und Installationen, sowie das bekannte Bett. Ob es der Konzeptkunst zuzuordnen sei oder doch eher der „Persönliche Mythologien“ Richtung bleibt umstritten. In Bern debattierte man darüber, ob Emin "irgendwo zwischen Andy Warhol und Joseph Beuys anzusiedeln sei".
(Wikipedia, s. de.wikipedia.org/wiki/Tracey_Emin)
Emin, Tracey