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Bazin, André

Was ist Film?
Que-ce que c'est le cinema?

440 Seiten
Alexander Verlag Berlin
Neuauflage in Vorbereitung! Mit einem Vorwort von Tom Tykwer und einer Einleitung von Francois Truffaut. Herausgegeben von Robert Fischer.
ISBN: 978-3-89581-062-6

29.90 €

Bazin, André: Was ist Film?

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Erstmalig liegt auf Deutsch nun die vollständige und neu übersetzte Fassung des französischen Klassikers »Qu'est-ce que le cinéma?« (édition definitive) vor, die Sammlung von über 40 Schriften aus den Jahren 1958-1962.

Das Buch enthält die Texte der ursprünglichen vier Bände: Ontologie und Sprache des Films (Band I), über Bazins Verhältnis zu Theater, Drama, Roman und Malerei (Band II), über soziologische Aspekte und vereinzelte Genres (Band III) bis zur zeitgenössischen Filmtendenz im Nachkriegseuropa: einer Ästhetik der Wirklichkeit im Neorealismus (Band IV).

»Zwischen Spezialaufsätzen mit Insidervokabular und aufwendigen Definitionssystemen liegt plötzlich wieder ein Buch mit dem schlichten Titel "Was ist Film?" Es sind versammelte Texte von André Bazin, einem begeisterter Streiter für das Kino, Kirchenvater der Autorentheorie, der 1958, mit 40 Jahren starb. Jahrzehnte lang war das Buch vergriffen, an Universitäten immer geklaut. Jetzt ist eine schöne Ausgabe erschienen, mustergültig von Robert Fischer ediert, mit wunderbaren Vorworten von François Truffaut und Tom Tykwer, der beschreibt, wie er mit Bazin vom Fan zum Cineasten wurde... Die Reihenfolge ist klar: WAS IST FILM kaufen. Wieder ins Kino gehen. Staunen. Trauern. Träumen.«
Holger Kreitling, Die Welt (2005)

»Sie werden Texte lesen, die einem das Kino wieder derart schmackhaft machen, daß man geradezu nervös wird vor Lust, den besprochenen Film wieder (oder erstmalig) zu sehen. Das ist vielleicht das Wunderbarste an WAS IST FILM?: Im klaren Denken über Film wird auch die Sehnsucht nach der unmittelbaren Wucht filmischer Erfahrung wieder geweckt. Bazin macht Appetit, ach was, hungrig auf Zelluloid.«
Tom Tykwer

»Bazin liebte das Kino nicht als Fluchtmaschine, sondern weil er sich für die Realität interessierte. Jetzt sind seine Schriften auf Deutsch verfügbar in einer herrlichen Prachtausgabe: knappe, vergnügliche, immer lohnende Texte. Ein Klassiker, ein Muss für jeden Cineasten.«
Rüdiger Suchsland, Münchner Merkur (2005)

»Bazin hat mir das Schreiben beigebracht, er hat meine ersten Artikel für die Cahiers du cinéma korrigiert und veröffentlicht, er hat mich schrittweise bis zur Regie geführt. (…) Wer mit Bazin zu tun hatte, wurde ein besserer Mensch.«
François Truffaut

»Ohne ihn gäbe es Vieles nicht: keine Autorentheorie, keine Cahiers du Cinéma, keinen Filmregisseur François Truffaut, vielleicht überhaupt keine Nouvelle Vague. Indirekt wirkt er bis heute auf alle ein, die an Hochschulen, in Kritiken und theoretischen Texten das komplexe Gebilde Film erklären wollen.«
Andrea Dittgen, film-dienst (2004)

»Aufgabe des Kritikers ist nicht, auf silbernem Tablett die sogenannte Wahrheit aufzutischen, sondern ins Denken und Empfinden derer, die ihn lesen, so weit wie möglich den Schock des Kunstwerks zu verlängern.«
André Bazin


Zur Entstehungsgeschichte des Buches:

»In seinem Todesjahr hatte Bazin noch den ersten einer auf vier Bände geplanten Buchreihe mit dem Titel "Qu'est-ce que le cinéma?" veröffentlicht, die nächsten beiden erschienen seinen Plänen folgend postum, der vierte über den italienischen Neorealismus wurde von Jacques Rivette als Verbeugung vor dem Meister 1962 konzipiert und herausgegeben. Im Jahr 1975 brachten dann Bazins Frau Janine und Truffaut eine kondensierte Édition définitive heraus, die gekürzt auch auf deutsch erschien. Knapp dreißig Jahre hat es also gedauert, ehe nun der Alexander Verlag und der bewährte Herausgeber Robert Fischer die vollständige Übersetzung vorlegen.«
Michael Althen, Frankfurter Allgemeine Zeitung (2005)



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