Seit langem gehört André Malraux’ Konzept eines »imaginären Museums« zum kunstwissenschaftlichen Begriffsinventar. Gleichwohl handelt es sich dabei nur um einen Ausschnitt aus den umfangreichen, bislang kaum erschlossenen Kunstschriften des französischen Autors, Abenteurers und Kulturpolitikers. Diese werden hier hinsichtlich zweier zentraler Fragestellungen untersucht: ihrer Anschlussfähigkeit an zeitgenössische Theoriemodelle aus dem deutsch- und französischsprachigen Raum sowie der Entwicklung des für Malraux zentralen Gedankens einer transkulturellen »Weltkunst«. Neben einem systematischen Überblick über Malraux’ kunstthematische Texte und Äußerungen im Zeitraum von 1920 – 1976 ergibt sich so auch ein Einblick in die Entwicklung einer französischen Kunstliteratur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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