» [Annenskij] gilt heute, posthum, in der Geschichte der russischen Lyrik als einer der größten und einflussreichsten«, Oleg Jurjew, Tagesspielgel.
Innokentij Annenskijs Lyrik beschreibt das Flüchtige, das Auftauchen von Dingen und ihr Verschwinden: Die Leuchtspur eines Sterns, die Lichttupfer im Park und den Wolkenrauch über den Bergen. Sie ist Mysterium und Melancholie.
Innokentij Annenskij (1855-1909) stand "Zwischen den Welten", wie ein Gedichttitel lautet. Sein Komet stieg auf und erlosch viel zu früh am Horizont des ausgehenden Symbolismus im Rußland der Jahrhundertwende. Erst nach seinem Tod wurde sich die Nachwelt seiner Bedeutung bewußt, eine neue Dichtergeneration um Anna Achmatowa und Nikolai Gumiljow machte sein Schaffen zu ihrem Programm. Seine exzentrischen Metaphern und die Intensität seiner gegensätzlichen Stimmungen aus eisiger Gedankenklarheit und tiefster Schwermut prägten sein Schaffen und riefen die Bewunderung berühmter Wegbegleiter wie Alexander Blok und Maximiljan Woloschin hervor.
Die Edition Rugerup erinnert mit der zweisprachigen Herausgabe ausgewählter Gedichte an den 100. Todestag von Innokentij Annenskij und ruft einen der Begründer der modernen russischen Poesie ins Gedächtnis.
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