Yoshi Oida, geboren 1933 in Kobe, kam nach einer Schauspielausbildung in den Techniken des Noh und Kabuki-Theaters in Japan 1968 nach Paris, um dort mit Peter Brook zu arbeiten. Ab 1979 inszenierte er neben seiner Arbeit mit Brook eigene Stücke, oft gemeinsam mit Tänzern und Musikern, nach japanischen und afrikanischen Geschichten, nach dem tibetanischen Totenbuch oder, wie in seiner philosophisch-ironischen Performance Interrogations, nach buddhistischen Koans. Neben seinen Theaterinszenierungen führte Oida bei mehreren Opern Regie, so beispielsweise Mozarts Don Giovanni (2009).
1992 wurde er in Frankreich zum Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres und 2007 zum Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt.
www.yoshioida.com
»Ich kenne niemanden, der über eine ähnlich breite und ähnlich tiefe schauspielerische Erfahrung verfügt: sie umfaßt nicht nur Ost und West, sondern ist auch traditionell und experimentell, Texttheater und Improvisation, Film und Bühne, physisch und stimmlich, als Schauspieler und Lehrer und Regisseur. Es ist dieses außergewöhnliche Spektrum an Fähigkeiten und Erfahrung, was ihn einzigartig macht. Und auf einzigartige Weise dazu geeignet, über die Schauspielkunst zu sprechen.« Lorna Marshall
Oida, Yoshi
Oida , Yoshi
Brook, Peter; Ortolani, Olivier (Hrsg.)