32 Seiten Friedenauer Presse
Zweisprachige Ausgabe. Aus dem Niederländischen übersetzt von Helga van Beuningen und Gregor Laschen. Fadengeheftete Broschur ISBN: 978-3-921592-82-3
Judith Herzberg wurde 1934 in Amsterdam geboren. Ihre Eltern überlebten die Deportation nach Bergen-Belsen, sie selbst wurde in Holland bei verschiedenen Familien versteckt. Sie begann sehr früh Gedichte zu schreiben, zunächst für sich allein; um Publikation bemühte sie sich eher zufällig, aus Geldmangel. In den Niederlanden zählt Judith Herzberg zu den wichtigsten Autorinnen der Gegenwart. Die hier veröffentlichten Gedichte entstanden in den letzten Jahren in Holland und in Israel, wo sie zeitweise lebt. In den Gedichten, die zweisprachig erscheinen, geht es um Alltägliches - Schachteln, Knisterndstes -, um Ortschaften und »Sprossen der Tage«. Die Erzählung Lieder handelt vom »Tag der Befreiung« 1944. In ihrem »Gedächtnis steckt«, wie ein Fremdkörper, ein Bild - nicht das eines der Opfer, sondern eines Mächtigen - das des Dorf-Bürgermeister. Wenn die Erzählerin dieser Geschichte »immer noch« nicht auf den Grund gehen will, dann vielleicht - auch -, weil dies zu einer Rechtfertigung der Grausamkeit führen könnte.
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