Signalmusik MK II verfolgt die selbst induzierte Auflösung des Eigennamens „Kurt” (Markus Konradin Leiners) zur a-vokalischen Zeichenkette „Q R T”, analysiert die Umschriften des Codes und integriert die entstehenden Korrespondenzen, Resonanzen und Interferenzen mit Schaltungen und Diskursen über die transienten Zeiten eines zunehmend a-grammatischen Seins.
Als zeitkritische Archäologie versammelt der TXT die partiellen Phantasmen, die der Schriftbringer Kadmos säte, aus den Drachenzähnen des Alphabets entsprossen und im Feuer der Information zu einem Feld feinster Autostimulationstechniken erwachsen sind.
Mit philologischen Rückkopplungen bis in die griechische „Suprahistoire”, die im „Mythos gewissermaßen den Halbleiter der Geschichtsschreibung” erkennt, steuert ihr Strom das Daseins des Helden unter den Bedingungen der Zeitlichkeit und des Wissens im musikalischen System Tekkno – einer Welt, die sich der Logik von Aufschreibesystemen bereits strukturell entzogen hat. Als ästhetische Theorie schließlich bilden die Signale einen musikwissenschaftlichen Loop über die Geschichte der Korrelation von Zeitpraktiken, Zeittechniken und Zeitdenken und versuchen darin, die historische wie systematische Verschränkung von Musiktechnologie und Epistemologie wahrnehmbar zu machen.
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